AUSRÜSTUNG

Die notwendigen Ausrüstungsgegenstände um Menschen mit Behinderung schießen zu lassen sind wohl die größten Hürden für die meisten Vereinssportleiter. Die Befürchtungen und Ängste wollen wir Ihnen hier gerne nehmen. Finden Sie hier die Regeln und Beschreibungen der Hilfsmittel mit Bildern verdeutlicht. Weiterhin bieten wir Ihnen hier die Links zu Anbietern welche Erfahrungen mit dem Thema Behindertensport haben und auch die notwendigen Dinge anbieten.

SCHIESSJACKE + HOSE

R1 Sitzend vom Hocker mit Prothese
R1 Luftgewehr Sitzend aus dem Rollstuhl

Bei der Schießjacke gelten allgemein die Bestimmungen des DSB mit folgenden Ausnahmen. Es darf nur eine (1) Schießjacke für alle Anschlagsarten verwendet werden.

Für alle Gewehrwettbewerbe einer Veranstaltung darf für jeden Schützen nur eine (1) Schießjacke von der Ausrüstungskontrolle genehmiRegel-Jackegt werden.

Bei sitzenden Wettkampfteilnehmern darf die maximale Länge der Schießjacke vorne nicht länger als bis zum Schoß und hinten bis zum Sitzkissen am Rücken sein. Die Länge der Jacke wird im Stehendanschlag gemessen.

Für SH1A/AB1, SH2A/AB2 Schützen ist es erlaubt mit einer normalen  den DSB-Regeln entsprechenden Schießjacke, von einem hohen  Stuhl oder frei stehend zu schießen.

Es ist nicht erlaubt während des Wettkampfes auf der Schießjacke zu sitzen.

Bei der Schießhose gelten allgemein die Bestimmungen des DSB.

Für sitzende Schützen sind Schießhosen verboten. Für SH1A/AB1 Schützen die von einem hohen Stuhl oder frei  stehend schießen sind Schießhosen nach DSB-Regel erlaubt.

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SCHIEßSTÜHLE

R1 Luftgewehr Sitzend aus dem Rollstuhl

Zum Zwecke der Definition werden Rollstühle, Hocker und Stühle als „Schießstühle“ aufgeführt.

Alle Schießstühle werden während der Ausrüstungskontrolle mit dem Schützen in Anschlagsstellung, vor Ort, auf dem Schießstand, entweder vor, während oder nach dem Wettkampf begutachtet und einer Kontrolle unterzogen.

Der Schießstuhl darf nicht mit irgendeinem Material so umgebaut oder verändert werden das die Struktur des Schießstuhles RolliGrafik-Regelnändert, dem Schützen mehr Stabilität und irgendeinen Vorteil gegenüber seinen Mitkonkurrenten gibt. Unter speziellen Umständen kann die Klassifikation eine andere dem Schützen angepasste Rückenlehne erlauben.

Kein Teil der Rückenlehne eines Schießstuhles
darf die in diesen  Bestimmungen festgelegte Maximalhöhe einschließlich und insbesondere die vertikalen Seitenrohre der Rückenlehne, überschreiten. (siehe Bild)

Das Bespannungsmaterial der Rückenlehne Lewhnenregeldarf sich, gemessen von der Vorderkante der vertikalen Seitenrohre der Rückenlehne bis zur tiefsten Stelle der Rückenlehnen, nicht mehr als 8 cm bei weichen Lehnen oder 3cm bei harten Lehnen durchstrecken. Dieser Abstand ist zu messen, während der Schütze in Anschlagstellung im  Schiessstuhl sitzt.

Sitzende Schützen der Klasse SH1A/AB1 und SH2A/AB2 die nicht aus dem Rollstuhl schießen, müssen einen Hoch-Schiessstuhl passend zu ihrer Körperlänge benutzen. Der Sitzwinkel ist nicht limitiert, der Winkel der Sitzfläche des Schießstuhles darf bis zu 5° von der horizontalen abweichen. Der Stuhl darf mit einem zusammenpressbaren Material von max. 5 cm Dicke gepolstert sein.

Der Schütze muss in der Lage sein, seine Füße vom Boden abzuheben, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren und ohne den Oberkörper zu bewegen.

Der Mittelpunkt des Laufes eines sitzenden Schützen darf die Höhe von 150 cm nicht überschreiten, gemessen vom Boden. Der Klassifizierer kann unter Umständen abweichende Höhen erlauben.

Der Sitzwinkel und Rückenlehnenwinkel ist frei.

Für Schützen der Klasse SH1B und SH2B darf die Rückenlehne nur so hoch sein, dass 60% vom gesamten Rücken des Schützen frei sind. Die Länge der Wirbelsäule wird gemessen in senkrechter Sitzposition, von der Oberfläche der Sitzfläche des Schützen entlang der Wirbelsäule zum Mittelpunkt des Wirbels C7 (vertebra prominence). Die Messung wird während der funktionellen Klassifikation ohne Schießkleidung durchgeführt.

Für Schützen der Klasse SH1C und SH2C wird die Länge von C7 bis 10 cm unter die Axel (axillar) bestimmt. Diese Länge muss bei Gewehrschützen auf der Gewehrstützenden Seite und bei Pistolenschützen auf der Schießarmseite oberhalb der Rückenlehne frei sein.

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SCHIEßTISCHE

Liegend Anschlag, mit beiden Ellenbögen auf dem Tisch gestützt.

Kniend Anschlag, mit einem Ellenbogen auf dem Tisch gestützt.

Schießtische können bei Schützen der sitzenden Klasse am Schießstuhl angebracht oder freistehend benutzt werden. Sie dürfen mit einer schmalen, hochstehenden Kante ausgestattet sein, um das Herabfallen kleiner Teile zu vermeiden. Eine solche Kante darf jedoch in keinster Weise als Stabilitätsvorrichtung oder Stütze vom Schützen benutzt werden.Tisch_regel

Der Schießtisch muss horizontal, oder im gleichen Winkel vom Mittelpunkt des Tisches gemessen, wie der Boden sein. (+/- 5° sind erlaubt)

Für das Gewehrschießen darf der Tisch bzw. das Brett mit einem zusammenpressbaren TischRegelMaterial von max. 2 cm Dicke gepolstert sein. Anderes Material auf dem Tisch muss für beide Ellbogen gleichmäßig dick sein. Der Tisch darf eine Größe von 90cm im Durchmesser nicht überschreiten.

Es ist nicht erlaubt in den Tisch oder das Brett bzw. in die Polsterung eine Mulde (Vertiefung) einzuarbeiten.

Ein Ausgleichsblock kann verwendet werden, sofern es aufgrund einer ungleichen Armlänge oder eines ähnlichen Problems notwendig sein sollte. Dies muss jedoch von der Klassifizierungskommission genehmigt und in der Klassifizierungskarte vermerkt sein.Tisch mitEllboAufl

Die maximale Aufsetzfläche zum Aufsetzen des Ellbogens in der Kniendposition beträgt 10 cm im Durchmesser. Falls ein größerer Tisch in der Kniendposition benutzt wird, muss ein abnehmbares Brett mit einem Durchmesser von 10 cm und einer Dicke von mindestens 20 mm am Tisch befestigt werden.

Eigenbau

Hierfür gibt es keine Hersteller. Die Halterung und Tischplatte baut sich jeder selbst zusammen und an den Rollstuhl. Hier ist Handwerkskunst gefragt! Beispiele werden hier demnächst präsentiert!

FEDERSTÄNDER

Federbock mit Tischhalterung fest.

Federbock mit verstellbarer Druckplatte

Stehend mit Federbock

Es ist eine Feder mit 35 mm oder 25mm Beweglichkeitsminimum entsprechend defEDERBOCK-rEGELr Klassifikation zugelassen. Der Klassifizierer definiert dies aufgrund der Einschränkungen und Kontrollmöglichkeiten des Schützen.

Die Hilfsstütze, ist der obere Teil (80mm Stift und Gewehrhalter. Das Gesamtgewicht muss weniger als 200g betragen).

Die Feder und der untere Teil müssen von der Waffenkontrolle abgenommen sein. Es ist erlaubt den unteren Teil der Hilfsstütze zu kürzen. Die verbleibende Länge muss mind. 40 mm betragen, sodass es möglich ist die Flexibilität der Hilfsstütze während der Ausrüstungskontrolle zu überprüfen.

Die Waffe darf nicht beide Seiten der Gewehrauflage gleichzeitig berühren (nicht eingezwängt sein). Die Gewehrauflage (Waffenhalter) muss mind. 1 cm breiter sein, als die Breite des Gewehrschaftes.

Der Stift und die Feder der Gewehrauflage müssen in senkrechter Position zur Vorderansicht und zur Rückansicht stehen.

Es ist erlaubt zusätzliches Material auf der Gewehrauflage anzubringen, solange es dem Oberflächenmaterial von Schießhandschuhen entspricht und es im Rahmen der Abmessungen liegt.

Fa. Stelljes

The finest world of shooting

Fa. Klingner

Schießsportbedarf für den Norden

LADEHILFE PISTOLE

Sicherheit, speziell beim Laden in den Pistolendisziplinen hat größte Priorität.

Eine Sicherheitsablage, welche die Waffe hält und zum sicheren Laden/entladen für Hand/Arm amputierte oder einseitig gelähmte Schützen dient, muss die ganze Zeit auf dem Schießstand benutzt werden.Sicherheitsablage

Um die Funktionalität der Sicherheitsablage zu gewährleisten wird diese bei der Waffenkontrolle auf sichere Funktionalität überprüft. Weitere Regeln gibt es diesbezüglich nicht. Somit sind der Phantasie beim Eigenbau kaum Grenzen gesetzt.

Die Sicherheitsablage muss vom Schützen gestellt werden.

In diesem Beispiel wird die Waffe  auf einer ca. 25 x 35 cm großen Grundplatte (A) und einer zweiten, kleineren Platte (B) zur Schussrichtung platziert. Darauf ist, in diesem Beispiel, ein kleiner, handelsüblicher Schraubstock montiert, der die Waffe hält. Andere Halterungen lösen dies durch verschiedene Einsätze oder Federhalterungen.

Eigenbau

Hierfür gibt es keine Hersteller. Die Halterung baut sich jeder selbst zusammen . Hier ist Handwerkskunst gefragt!

HINWEIS

Das Landgericht in Hamburg fällte am 12.05.1998 ein Urteil zur „Haftung für Linkverweise auf Homepage Seiten“. Das Urteil besagt, dass man durch Anbringung von Linkverweisen auf den eigenen Homepage-Seiten zu fremden Homepage-Seiten die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dieses kann laut Landgericht nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert (Landgericht Hamburg – 312 O 85/98). Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unserer Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf unserer Homepage angebrachten Links. Alle im Text dieser Internetpräsenz erwähnten Marken sind eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Hersteller.

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